Parkour » die vermutlich coolste Sportart der Welt 😎

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Junger Mann, der Parkour tut

Wolltest du dich schon immer mal wie Spiderman durch den urbanen Dschungel hangeln? Mit Parkour wirst du zwar nicht ganz zum Spiderman, aber du wirst dich zumindest ein wenig wie ein Superheld fĂŒhlen! Wir stellen dir die einzigartige Sportart vor und beantworten die wichtigsten Fragen.

Was ist Parkour?

Parkour ist eine besondere Sport- und Fortbewegungsart. Es geht um das Laufen und Springen ĂŒber Hindernisse – das Ziel ist eine geschickte und schnelle Fortbewegung von A nach B. Und zwar ohne Hilfsmittel und nur mit der eigenen Kraft des Körpers! In den meisten FĂ€llen findet Parkour draußen in der Stadt statt: Die Parkour-LĂ€ufer (auch „Traceure“ genannt) springen und klettern wie eine Katze oder Affen ĂŒber verschiedenste Hindernisse. Von GelĂ€ndern ĂŒber Mauern und ParkbĂ€nken bis zu Treppen, GebĂ€uden und HĂ€userwĂ€nden.

Parkour sieht ĂŒbrigens ziemlich faszinierend aus. Deshalb gilt Parkour hĂ€ufig nicht nur als Sport- und Fortbewegungsart, sondern auch als Kunst. Die fließenden Bewegungen der Traceure sind atemberaubend – und erfordern beeindruckende Körperbeherrschung.

Tipp: Viele Menschen verwechseln Parkour mit Freerunning. Zwar Ă€hneln sich beide Sportarten, doch es gibt einen grundlegenden Unterschied: WĂ€hrend es beim Parkour um eine möglichst effiziente und kraftsparende Fortbewegung geht, stehen beim Freerunning kreative SprĂŒnge und Tricks wie Saltos im Fokus.

„Egal wo wir uns befinden, egal in welcher Umgebung, Parkour heißt dort hin gehen, wo es uns unser Körper erlaubt, dort hin wo unsere Willenskraft uns führt. [
] Parkour eröffnet eine andere Welt, ist ein Mittel, um sich besser kennen zu lernen und eine neue Herangehensweise an das Leben.“

– David Belle, „GrĂŒnder“ von Le Parkour

Woher kommt Parkour?

„Le Parkour“ kommt ursprĂŒnglich aus Frankreich. Als Erfinder gilt der Franzose David Belle, der die Idee der effizienten Fortbewegung von seinem Vater Raymond Belle ĂŒbernahm. Raymond war französischer Soldat und trainierte fĂŒr seinen Job die Überwindung von verschiedensten Hindernissen in der freien Natur – das nannte Raymond „MĂ©thode Naturelle“. Sein Sohn David entwickelte aus dieser Idee einen Sport mit seinen Freunden und ĂŒbertrug die MĂ©thode Naturelle in die Stadt. Vor allem in den 1990er und 2000er Jahren wurde Davids „Le Parkour“ durch Filme und Werbung weltbekannt.

Übrigens: Der Begriff „Traceur“ fĂŒr Parkour-LĂ€ufer entstand aus einem GesprĂ€ch von Davids SchĂŒlern. Sie verglichen die AusfĂŒhrung von Parkour-Routen mit dem geraden Weg einer Pistolenkugel und ihre „Spur“ im Raum. Es geht darum, das Ziel so schnell wie möglich und ohne Umwege zu erreichen.

Was macht Parkour so spannend?

zwei mutige MĂ€nner springen ĂŒber das Dach

Umfassendes Training

Parkour macht Spaß und trainiert den gesamten Körper. Du bist stĂ€ndig in Bewegung, lernst deinen Körper besser kennen und ĂŒbst Geschicklichkeit. Gleichzeitig trainierst du auch deinen Geist – denn als Parkour-LĂ€ufer brauchst du ein starke Konzentration, eine gesunde SelbsteinschĂ€tzung und viel Selbstdisziplin. Und natĂŒrlich sieht es einfach cool aus, wenn du mit flĂŒssigen Bewegungen ĂŒber Hindernisse „fliegst“.

Wirksamer Stressabbau

Wie viele andere Sportarten kann auch Parkour Stress abbauen. Wenn du ĂŒber Hindernisse kletterst und lĂ€ufst, bist du mit deinen Gedanken ganz im Moment – schließlich musst du deine Bewegungen und die Schwierigkeit der Hindernisse richtig einschĂ€tzen. So vergisst du Alltagsstress und fĂŒhlst dich nach dem Training einfacher besser!

Kein Trainingsequipment

Parkour ist eine extrem minimalistische Sportart. Im Grunde bauchst du nur dich selbst und kannst ĂŒberall und zu jederzeit trainieren. Du brauchst keinerlei AusrĂŒstung und keinen besonderen Trainingsplatz – die Stadt ist ab sofort dein Spielplatz! Bequeme Kleidung und gute Sportschuhe mit einem ordentlichen Grip sind aber natĂŒrlich empfehlenswert.

„FĂŒr Parkour braucht man kein Geld, nur ein paar
gute Schuhe – das ist alles.“

– David Belle

Individueller Sport

Jeder Traceur entwickelt mit der Zeit einen eigenen Stil. Zwar gibt es generelle BewegungsablĂ€ufe, SprĂŒnge und Tricks, die jeder AnfĂ€nger lernen wird – doch am Ende des Tages wirst du dich im Parkour so fortbewegen, wie es am besten zu deinem Körper passt. Jeder Parkour-LĂ€ufer hat sein eigenes Tempo und bewĂ€ltigt Hindernisse auf eigene Art und Weise!

Übrigens: Im Durchschnitt verbrennt ein Traceur bis zu 800 Kalorien pro Stunde – Parkour kann also auch beim Abnehmen helfen!

Wie kann ich Parkour lernen?

Parkour ist mittlerweile ein weltweiter Trend. Auch in Deutschland gibt es deshalb immer mehr Möglichkeiten, Parkour zu lernen. Wir stellen dir die drei besten Trainingsmöglichkeiten vor:

Gruppen & Vereine

Ob Berlin, Hamburg oder Köln: In den meisten grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten gibt es Parkour-Gruppen oder Vereine. Dies ist eine gute Möglichkeit, um den Sport zu lernen und von anderen, vermutlich erfahreneren Traceuren zu lernen. Du kannst dich mit Gleichgesinnten austauschen und ihr könnt euch gegenseitig motivieren. In der Gruppe macht Parkour in der Regel am meisten Spaß!

Parkourhallen

In manchen StÀdten gibt es spezielle Hallen, um Parkour zu lernen und zu trainieren. Dort findest du Hindernisse verschiedenster Schwierigkeitsgraden und kannst verschiedene Bewegungen und Tricks ausprobieren. Im Gegensatz zu Trampolinhallen gibt es in Deutschland jedoch noch nicht viele solcher Parkourhallen.

Tipp: Ein Parkour-Coach ist grundsĂ€tzlich sinnvoll, aber je nach deinem Wohnort nicht immer möglich. Viele Techniken kannst dir jedoch auch selber beibringen – zum Beispiel prĂ€zise SprĂŒnge, die richtige Landung oder die Schulterrolle, um deine Gelenke zu schonen.

Trampolinhallen

Trampolinhallen findest du in fast jeder deutschen Großstadt. Viele dieser Hallen enthalten Parkourelemente, die sich wunderbar fĂŒr Parkour-AnfĂ€nger und Fortgeschrittene eignen. Dort kannst du verschiedene SprĂŒnge und Bewegungen in sicherer Umgebung ĂŒben – und kannst dich danach mit spaßigen Trampolinen austoben. Schaue in unserer Trampolinhallen-Suchmaschine vorbei – und finde eine Trampolinhalle in deiner NĂ€he mit wenigen Klicks!

Wichtig: Wenn du Parkour lernen möchtest, solltest du langsam anfangen! Wer das nicht tut, kann sich schnell verletzen – schließlich ist Parkour kein ungefĂ€hrlicher Sport. Fange deshalb klein an, verbessere deine BewegungsablĂ€ufe und steigere die Schwierigkeit deiner Hindernisse dann in kleinen Schritten. Neue Tricks und Bewegungen solltest du immer zuerst in Parkour- oder Trampolinhallen ausprobieren – und sie erst in der Stadt anwenden, wenn du sie gut beherrschst!

Schlusswort:

Ob klein oder groß: Parkour ist eine spannende Sportart, die viel Spaß machen kann und Geist & Körper trainiert. GrundsĂ€tzlich eignet sich Parkour fĂŒr jede Altersgruppe. Kinder lernen durch Parkour beispielsweise auch, das eigene Potentiale zu erkennen und den eigenen Körper besser kennenzulernen. Gleichzeitig trainiert Parkour kreativ und lösungsorientiert zu denken und zu handeln – denn ein Hindernis möglichst effizient zu bezwingen, ist selten einfach! Wer in die Trend-Sportart Parkour einfach mal reinschnuppern möchte, kann das unter anderem in einer Trampolinhalle tun. Wir wĂŒnschen viel Spaß und frohes Springen!

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